Eigentlich wussten wir nicht recht, wohin. Das Virus war im Bewusstsein, wir waren vorsichtig. Raphael schlug die Sächsische Schweiz vor. Dann fuhren wir einfach los – und verpassten die Abzweigung. So landeten wir im Bündnerland, was sich im Nachhinein als die bessere Entscheidung herausstellte.
Unsere Route
Von Hittnau über den Julierpass ins Engadin, weiter über den Berninapass nach Livigno und zurück nach Pontresina. Von dort über den Reschenpass nach Sexten in den Dolomiten, zuletzt nach Eppan am Kalterer See. Heimfahrt über den Reschenpass und Arlberg.
Rona und die Alp Flix
Erster Halt: Stellplatz in Rona bei Savognin. Wir waren die Einzigen, hatten freie Platzwahl. Fr. 30.– inkl. Strom, Dusche, V+E – mehr braucht es nicht.
Am nächsten Morgen Wanderung zur Alp Flix. Die ersten Höhenmeter oberhalb von Rona bieten bereits eine schöne Aussicht, der Aufstieg fordert 587 Höhenmeter auf 4,6 Kilometern. Oben zwei kleine Seen, lauschige Plätze, Rundumsicht. Im Restaurant einen Imbiss, dann die Frage: Alpin-Bus nach Sur warten oder zu Fuss absteigen? Wir liefen – und kamen fast gleichzeitig mit dem vollen Bus an.
Länge: ca. 9 km, Wanderzeit: ca. 3.5h, Schwierigkeitsgrad: mittel
Julierpass und Engadin
Weiter über den Julierpass. In Surlej ein Spaziergang am Silvaplanersee entlang, dann via Wasserfall und Talstation Corvatsch zurück – zuerst bergauf zum Aussichtspunkt, dann leicht bergab zum Womo.
Über den Berninapass nach Livigno. Auf dem Campingplatz Stella Alpina für eine Nacht: €20 + €1 für die Dusche. Zum Einkaufen nahmen wir die Fahrräder – es gibt einen schönen Radweg entlang des Flusses durch das Tal.
Morteratsch: Gletscher und Diavolezza
Camping Morteratsch – zum Glück noch ein Platz frei. Palux und ich spazierten zur Gletscherzunge, Bruno fuhr mit dem Velo. Auf dem Rückweg trafen wir uns und gingen gemeinsam zurück.
Am nächsten Tag Wanderung von Morteratsch nach St. Moritz, Rückfahrt mit dem Zug. Dann die Diavolezza: Bei herrlichem Wetter und guter Sicht stiegen wir auf den Sass Queder. Die Rundumsicht auf Piz Palü, Bellavista und den Morteratschgletscher ist schlicht phantastisch.
Phantastisch ist das richtige Wort. Und es reicht.
Val Roseg und Ruhetage
Bruno schlug vor, mit dem Velo ins Val Roseg zu fahren. Palux im Anhänger, ich mit dem E-Bike – gut machbar, sehr schön. Danach ein Ruhetag, der zum Waschtag wurde. Bruno machte eine Biketour ins Val de Fain, Palux und ich eine kleine Wanderung.
Sexten und die Dolomiten
Caravan Park Sexten: Premium-Platz, schöne Sicht auf die Dolomiten. Wanderung zu den Rotwandwiesen – stetig aufwärts, nach ca. 2 Stunden die Anhöhe. Einkehr in der Rudihütte, Mittagessen. Statt der Gondel abwärts nahmen wir den Wanderweg, Rundwanderung zurück zum Camping. Rund 3.5 Stunden, tolle Aussicht auf die Drei Zinnen und die Sextner Dolomiten.
Bruno machte eine Velotour, ich wanderte mit Palux. Dann zwei Regentage – wir sassen meist im Womo, unterbrochen von Spaziergängen mit Palux.
Eppan und der Kalterer See
Weiterfahrt zum Campingplatz Montiggl bei Eppan. Zwischenhalt in Brixen beim Kronplatz für einen Spaziergang – beim Schwimmbad gratis parkieren.
In Eppan wanderten wir nach St. Michael zum Einkaufen, durch Rebberge und Apfelplantagen mit Sicht auf verschneite Berge. Vom Kreuzweg aus erhöhte Sicht, dann weiter zu den Eislöchern: spezielle Vegetation, verwunschene Stimmung. Zur Blütezeit sicher noch schöner.
Dann die Wasserpumpe. Bruno nahm alles auseinander, suchte den Fehler, fand ihn, wechselte die Pumpe – ohne alle nötigen Ersatzteile, an einem schwer zugänglichen Ort. Einige Stunden später lief sie wieder. Der Rest des Tages: Spaziergänge und Lesen in der Sonne.
Mit dem Velo zum Kalterer See: nach dem Aufstieg zu den Montigglerseen abwärts durch Wald und Rebberge. Am See ein Spaziergang, dann zurück – der Anstieg hat es in sich, ich war sehr froh um mein Motörli.
Am 1. Oktober Heimfahrt – die nächsten Tage sollte es nur noch regnen.
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Stellplätze
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