Bündnerland & Südtirol (08.09 - 01.10.20)

01. Oktober 2020

Eigentlich wussten wir nicht recht, wohin. Das Virus war im Bewusstsein, wir waren vorsichtig. Raphael schlug die Sächsische Schweiz vor. Dann fuhren wir einfach los – und verpassten die Abzweigung. So landeten wir im Bündnerland, was sich im Nachhinein als die bessere Entscheidung herausstellte.

Panoramablick auf die Engadiner Bergwelt mit dem Morteratschgletscher und den umliegenden Viertausendern im Abendlicht
Distanz992 km
WetterÜberwiegend sonnig
Dauer24 Tage
Besuchte OrteSavognin, Silvaplana, Livigno, Pontresina, St. Moritz, Sexten, Eppan

Unsere Route

Von Hittnau über den Julierpass ins Engadin, weiter über den Berninapass nach Livigno und zurück nach Pontresina. Von dort über den Reschenpass nach Sexten in den Dolomiten, zuletzt nach Eppan am Kalterer See. Heimfahrt über den Reschenpass und Arlberg.

Rona und die Alp Flix

Erster Halt: Stellplatz in Rona bei Savognin. Wir waren die Einzigen, hatten freie Platzwahl. Fr. 30.– inkl. Strom, Dusche, V+E – mehr braucht es nicht.

Am nächsten Morgen Wanderung zur Alp Flix. Die ersten Höhenmeter oberhalb von Rona bieten bereits eine schöne Aussicht, der Aufstieg fordert 587 Höhenmeter auf 4,6 Kilometern. Oben zwei kleine Seen, lauschige Plätze, Rundumsicht. Im Restaurant einen Imbiss, dann die Frage: Alpin-Bus nach Sur warten oder zu Fuss absteigen? Wir liefen – und kamen fast gleichzeitig mit dem vollen Bus an.

Blick von der Alp Flix auf das Surses-Tal mit dem Dorf Rona und den umliegenden Bergketten im Morgenlicht Panoramablick vom Julierpass auf den Silvaplanersee und die Engadiner Seenlandschaft mit Piz Corvatsch im Hintergrund

Länge: ca. 9 km, Wanderzeit: ca. 3.5h, Schwierigkeitsgrad: mittel

Julierpass und Engadin

Weiter über den Julierpass. In Surlej ein Spaziergang am Silvaplanersee entlang, dann via Wasserfall und Talstation Corvatsch zurück – zuerst bergauf zum Aussichtspunkt, dann leicht bergab zum Womo.

Über den Berninapass nach Livigno. Auf dem Campingplatz Stella Alpina für eine Nacht: €20 + €1 für die Dusche. Zum Einkaufen nahmen wir die Fahrräder – es gibt einen schönen Radweg entlang des Flusses durch das Tal.

Berninapass mit dem türkisblauen Lago Bianco und schneebedeckten Gipfeln der Berninagruppe Livignotal mit dem Radweg entlang des Flusses, umgeben von herbstlich gefärbten Bergwiesen

Morteratsch: Gletscher und Diavolezza

Camping Morteratsch – zum Glück noch ein Platz frei. Palux und ich spazierten zur Gletscherzunge, Bruno fuhr mit dem Velo. Auf dem Rückweg trafen wir uns und gingen gemeinsam zurück.

Am nächsten Tag Wanderung von Morteratsch nach St. Moritz, Rückfahrt mit dem Zug. Dann die Diavolezza: Bei herrlichem Wetter und guter Sicht stiegen wir auf den Sass Queder. Die Rundumsicht auf Piz Palü, Bellavista und den Morteratschgletscher ist schlicht phantastisch.

Morteratschgletscher mit der markanten Gletscherzunge und den Moränenfeldern, Wegmarkierungen zeigen den Rückgang des Eises Blick von der Diavolezza auf den Morteratschgletscher und die Bernina-Viertausender, Piz Palü links im Bild
Sass Queder auf der Diavolezza, Panoramablick auf das Engadin mit dem Silsersee in der Tiefe Gipfelkreuz auf dem Sass Queder mit Blick auf die Berninagruppe und den Piz Bernina

Phantastisch ist das richtige Wort. Und es reicht.

Val Roseg und Ruhetage

Bruno schlug vor, mit dem Velo ins Val Roseg zu fahren. Palux im Anhänger, ich mit dem E-Bike – gut machbar, sehr schön. Danach ein Ruhetag, der zum Waschtag wurde. Bruno machte eine Biketour ins Val de Fain, Palux und ich eine kleine Wanderung.

Val Roseg mit dem Roseggletscher im Hintergrund, Radweg durch das flache Talboden mit herbstlichen Lärchen Herbstliche Lärchen im Val Roseg, goldgelbe Nadeln vor dem Hintergrund der schneebedeckten Gipfel

Sexten und die Dolomiten

Caravan Park Sexten: Premium-Platz, schöne Sicht auf die Dolomiten. Wanderung zu den Rotwandwiesen – stetig aufwärts, nach ca. 2 Stunden die Anhöhe. Einkehr in der Rudihütte, Mittagessen. Statt der Gondel abwärts nahmen wir den Wanderweg, Rundwanderung zurück zum Camping. Rund 3.5 Stunden, tolle Aussicht auf die Drei Zinnen und die Sextner Dolomiten.

Blick von den Rotwandwiesen auf die Sextner Dolomiten mit den Drei Zinnen im Hintergrund, Almwiesen im Vordergrund Rudihütte auf den Rotwandwiesen mit Blick auf die Dolomiten, Wanderer auf dem Weg zur Hütte

Bruno machte eine Velotour, ich wanderte mit Palux. Dann zwei Regentage – wir sassen meist im Womo, unterbrochen von Spaziergängen mit Palux.

Eppan und der Kalterer See

Weiterfahrt zum Campingplatz Montiggl bei Eppan. Zwischenhalt in Brixen beim Kronplatz für einen Spaziergang – beim Schwimmbad gratis parkieren.

In Eppan wanderten wir nach St. Michael zum Einkaufen, durch Rebberge und Apfelplantagen mit Sicht auf verschneite Berge. Vom Kreuzweg aus erhöhte Sicht, dann weiter zu den Eislöchern: spezielle Vegetation, verwunschene Stimmung. Zur Blütezeit sicher noch schöner.

Weinberge und Apfelplantagen bei Eppan mit Blick auf die schneebedeckten Alpen im Hintergrund, herbstliche Stimmung Eislöcher bei Eppan, moosbedeckte Felsen mit spezieller Vegetation in einem verwunschenen Waldstück

Dann die Wasserpumpe. Bruno nahm alles auseinander, suchte den Fehler, fand ihn, wechselte die Pumpe – ohne alle nötigen Ersatzteile, an einem schwer zugänglichen Ort. Einige Stunden später lief sie wieder. Der Rest des Tages: Spaziergänge und Lesen in der Sonne.

Mit dem Velo zum Kalterer See: nach dem Aufstieg zu den Montigglerseen abwärts durch Wald und Rebberge. Am See ein Spaziergang, dann zurück – der Anstieg hat es in sich, ich war sehr froh um mein Motörli.

Kalterer See mit Weinbergen am Ufer, Blick auf den See und die umliegenden Hügel im Herbstlicht

Am 1. Oktober Heimfahrt – die nächsten Tage sollte es nur noch regnen.

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Stellplätze

Campingplätze

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