Der November ist der dunkelste Monat des Jahres – lange Nächte und oft klare, kalte Luft. Ideal für Deepsky und Planetenbeobachtung. Alle Zeiten in MEZ (UTC+1), Sichtbarkeit aus der Schweiz.
Ereignisse
Neumond
Dunkle Nächte zu Monatsbeginn. Jupiter steht hoch, der Orion ist bereits gut sichtbar. Ideale Bedingungen für Weitwinkel-Aufnahmen der Wintersternbilder.
M42 – Orionnebel in bester Position
Der Orionnebel kulminiert im November gegen 01:00 Uhr auf ~35° Höhe – die beste Beobachtungsposition des Jahres aus der Schweiz. Im Fernglas als diffuser Fleck mit dem Trapez sichtbar, im Teleskop ab 50× zeigen sich Gasstrukturen und die vier Trapezsterne. Koordinaten: RA 05h 35m, Dec −05° 23'.
Jupiter dominiert den Winterhimmel
Jupiter ist nach seiner Oktober-Opposition weiterhin das hellste Objekt am Nachthimmel (nach Mond und Venus). Er geht kurz nach Sonnenuntergang auf und ist die ganze Nacht sichtbar. Im Stier, ~-2.7 mag. Wolkenbänder und Galileische Monde im Teleskop ab 30× erkennbar.
Plejaden (M45) im Zenit
Die Plejaden stehen im November hoch am Himmel und sind mit blossem Auge als Sternhaufen sichtbar. Im Fernglas zeigen sich über 100 Sterne. Koordinaten: RA 03h 47m, Dec +24° 07'. Schönes Fotomotiv mit 50–135mm Brennweite.
Leoniden – Maximum
Die Leoniden sind bekannt für gelegentliche Meteorsturm-Jahre. 2026 wird ein normales Jahr mit 10–15 Meteoren/h erwartet. Der Radiant liegt im Löwen (Leo), der gegen Mitternacht aufgeht. Beste Beobachtungszeit: 02:00–05:00 Uhr. Schnelle Meteore (~71 km/s) mit langen Leuchtspuren.
Vollmond
Der Bibervollmond (Beaver Moon) – traditioneller Name aus der nordamerikanischen Folklore. DeepSky-Beobachtungen eingeschränkt, aber Mondfotos mit Teleobjektiv lohnen sich.
Planeten im Überblick
| Planet | Sichtbarkeit | Bemerkung |
|---|---|---|
| Jupiter | Ganze Nacht | Hellstes Objekt, im Stier |
| Saturn | Abendhimmel | Im Steinbock, geht früh unter |
| Mars | Ab ~20:00 Uhr | Im Stier, nahe Jupiter |
| Uranus | Ab ~18:00 Uhr | Im Stier, mit Fernglas (~5.7 mag) |
Tipps für den November
- Kälte einplanen: Novembernächte können unter 0°C fallen. Akkus verlieren bei Kälte schnell Kapazität – Ersatzakkus in der Innentasche warm halten.
- Orionnebel fotografieren: ISO 800–1600, f/4–5.6, 30–120s, 200–500mm. Mehrere Aufnahmen für Stacking.
- Leoniden-Nacht: Trotz moderater ZHR lohnt sich die Beobachtung – die Leoniden produzieren besonders schnelle, helle Meteore mit langen Leuchtspuren.