Die Bretagne stand schon länger auf der Liste. Vor ein paar Jahren hatten wir es bis zur Pointe du Grouin geschafft – dann kam ein Wasserrohrbruch zuhause dazwischen. Diesmal kein Unterbruch, kein Keller unter Wasser. Siebzehn Tage, die bretonische Küste von Ost nach West, und ein Hund, der Regen grundsätzlich ablehnt.
Unsere Route
Hinweg von Hittnau via Vaivre-et-Montoille und Saint-Saturnin nach Hirel an der Küste, dann der Côte d’Émeraude entlang nach Saint-Malo. Von dort westwärts: Perros-Guirec, Roscoff, die Halbinsel Crozon mit Camaret-sur-Mer, Pointe du Raz, Loctudy, Gâvres und schliesslich Sarzeau als letzten Küstenstellplatz. Rückweg über Les Hauts-d’Anjou und Bellegarde an der Loire zurück nach Hittnau.
Anreise und erste Tage
Die Fahrt startete am Mittwoch um 11 Uhr. Sonnig am Morgen, Regen am Nachmittag – ein Muster, das uns die nächsten Tage begleiten sollte. Erster Halt zum Spaziergang in Bad Bellingen, Übernachtung auf dem Stellplatz Du Lac in Vaivre-et-Montoille an einem See. Strom für 13 Euro, Palux zufrieden, wir auch.
Am nächsten Tag weiter nach Saint-Saturnin, dann Hirel. Der Stellplatz liegt direkt am Strandweg – in eine Richtung Le Mont-Saint-Michel, in die andere die Ausläufer der Küste. Der Strand übersät mit Muscheln. Kaum zurück vom Spaziergang, Regen.
Saint-Malo zu Ostern
Ostersonntag, Bus fährt nur alle zwei Stunden. Wir nahmen das Wohnmobil und parkierten auf dem P+R Feval. Mit dem Parkticket gibt es ein Gratis-Busticket – das haben wir so noch nirgends erlebt. Die Stadtmauer lässt sich begehen, der Weg zum Leuchtturm lohnt sich. Der Hafen dagegen: wenig sehenswert.
Am Abend fuhren wir weiter nach Saint-Jacut-de-la-Mer, einer Landzunge im Grünen. Zum ersten Mal in diesen Ferien regnete es den ganzen Tag nicht.
Perros-Guirec und der Zöllnerpfad
Der Zöllnerpfad bei Perros-Guirec ist das Beste, was wir auf dieser Reise gesehen haben. Die Felsformationen entlang der Küste sind atemberaubend – je nach Fantasie erkennt man Gesichter, Tiere, was auch immer. Wir parkierten am Chemin du Ranolien und folgten dem markierten Weg.
Dann, per Zufall: Meeressäugetiere. Weit draussen, nur die Flossen zu sehen. Wir hatten riesige Freude.
Länge: ca. 8 km, Wanderzeit: ca. 3h, Schwierigkeitsgrad: leicht
Roscoff und Leuchtturm Saint Mathieu
Am Morgen trotz starkem Wind zum Landschutzgebiet von Roscoff. Danach Leuchtturm Saint Mathieu – verfallene Abtei, Kapelle, Kriegsdenkmal, alles auf einem Fleck. Auch hier der Zöllnerpfad, auch hier wechselhaftes Wetter.
Halbinsel Crozon: Camaret-sur-Mer
Der Stellplatz in Camaret sah nicht gepflegt aus, die Stromsäulen ausser Betrieb. Wir blieben trotzdem – wegen der Halbinsel. Vom Stellplatz aus wanderten wir der Küste entlang bis zum Pointe de Pen Hir: Kriegsruinen, Bunker, ein Denkmal, und am Ende beeindruckende Felsformationen hoch über dem Meer.
Am nächsten Morgen: die Ruine Saint-Pol Roux Manor und der Strand de Pen Hat. Gleich ausserhalb des Stellplatzes ein Steinkreis – unscheinbar, aber da.
Saint-Nic: Wäsche und erster Sonnenuntergang
Camping Ménez Bichen in Saint-Nic, nur durch eine Strasse vom Strand getrennt. Vier Sterne laut Schild, Sanitär mit einem WC und einer Dusche. Wir blieben wegen der Waschmaschine.
Am Samstag Wäsche, am Abend Sonne. Unser erster Sonnenuntergang dieser Ferien – nach zehn Tagen.
Zehn Tage Regen, und dann das.
Pointe du Raz
Riesiges Naturschutzgebiet, tolle Aussichtspunkte, Leuchtturm im Meer, Sicht auf den Pointe du Van. Einige Aussichten an diesem Tag durch Nebelschwaden getrübt – was mystische Bilder ergibt, wenn man es so nimmt.
Abends Stellplatz in Loctudy. Erste kurze Hosen des Jahres, Spaziergang am Plage de Langoz, Nachtessen draussen. 25 Grad.
Gâvres und Schloss Suscinio
Das Schloss Domaine de Suscinio überraschte positiv: Hunde erlaubt in der Ausstellung, die Ausstellung selbst sehr gut gestaltet. Für Kinder wird viel geboten. Wir genossen das warme Wetter auf dem Stellplatz Le Roaliguen in Sarzeau.
Heimreise
Mittwoch, Abfahrt Richtung Heimat. Châteaubriant wäre interessant gewesen – kein Parkplatz. Picknick an einem Weiher in Saint-Martin-du-Limet, Übernachtung an der Sarthe in Les Hauts-d’Anjou. 26 Grad, Schatten wertvoll.
Donnerstag Spaziergang an der Loire bei Blois, 25 Grad, Palux zu warm, uns auch. Letzter Stellplatz in Bellegarde, Abendspaziergang ums Château. Freitag Heimfahrt – der gebuchte Stellplatz kurz vorher ausgebucht, der nächste nicht auffindbar. Also direkt nach Hause.
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